23 Juli 2015 0

Ukraine-Konflikt aus russischer Sicht: Demonstrationen sprengen die Ukraine

Von Nikolaj Ivanov/ Europa Objektiv

Während die westlichen Medien  paranoisch nach der Anwesenheit der russischen Truppen in der Ostukraine suchen, protestiert die Bevölkerung in Kiew und Lwow gegen die Politik der eigenen Regierung. Aber diese Information kann man nicht in der Zeitungen oder beim Fernsehen finden. Zwei Tausend Menschen gingen entlang der Straße Kretschatik zum Gebäude der ukrainischen Regierung mit Losungen: „Nein" zur Erhöhung der Energietarife“, „Wir sterben vom Hunger“, „Wo sind die Reformen?“ und „Ukrainische Regierung zu den Ukrainer“.
 

Foto: © commons.wikimedia.org/Halibutt

Die letzte Forderung muss man zusätzlich erklären. Jetzt sind in der Regierung von Petr Poroschenko drei Figuren mit ausländischer Herkunft. Natalija Jaresko – Finanzministerin, Aivaras Abromavicius - Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Alexander Kwitaschwili – Minister für Gesundheitswesen. Der jüngste Beispiel – im Mai wurde ex-Präsident von Georgien Michail Saakaschwili zum Gouverneur von Odessa ernannt. Als Helferin von Saakaschwili wurde vor ein paar Tagen russische Journalistin und Oppositionpolitikerin Maria Gaidar ernannt. Der Chefredakteur der amerikanischen Zeitung „The Moscow Times“ Michael Bohm sagte vor kurzem beim russischen Fernsehen, dass es in der USA-Regierung keine Ausländer gäbe, weil „die USA nicht die Ukraine sind“. Das bedeutet: die amerikanische Gesellschaft versteht der Zustand in der Ukraine als die Lage im Land der dritten Welt.
 

Zweite Demonstration fand am Sonntag in westukrainischer Stadt Lwow statt. Solche Demonstration ist ein neues Ereignis im ukrainischen Leben, denn man hat eine Autonomie für das Gebiet gefordert. Und das bedeutet eine zweite Front für Poroschenko. Wenn er einen neuen Krieg - im Westen - nicht bekommen will, muss er das Grundgesetz der Ukraine ändern.


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