11 November 2014 0

CIA greift zu alten Mitteln: Medien unter US-Kontrolle

Andreas Kahl | Europa Objektiv

Der Ukraine-Konflikt zeigt mal wieder, wie die wichtigsten amerikanischen und europäischen Medien in Zeiten der Krise arbeiten. Und dabei geht es nicht nur um einseitige Berichterstattung. Bei unzähligen TV-Berichten und Artikeln werden Fakten verdreht, ignoriert und manchmal sogar fabriziert.

Es ist unglaublich, wie Nachrichtensender mit Millionen von Zuschauern so direkt und schamlos lügen können. Und je weiter, desto oberflächlicher sind diese Lügen. Und auch wenn viele Zuschauer diese Tendenz in aktuellen Reportagen langsam merken, tun die Redaktionschefs kaum etwas, um zumindest zu versuchen ein bisschen Glaubwürdigkeit zu verschaffen.

Foto: © Flickr/Beverly & Pack

Und all das hat die Welt schon einmal gesehen. Auch wenn solch eine Berichterstattung nicht den Anschein einer raffinierten Medienstrategie macht, ist das sehr wohl ein bekannter, durchdachter und effektiver Plan. Zu Beginn der 1950er startete die CIA die sogenannte "Operation Mockingbird". Dieses Projekt wurde vom Office of Special Plans der CIA initiiert, um Einfluss auf amerikanische und europäische Medien auszuüben und somit anti-kommunistische Propaganda zu betreiben. Dabei wurde von der CIA ein Netzwerk gebildet, zu dem Journalisten aus führenden Medien gehörten, wie ABC, NBC, CBS, Time, Newsweek, Associated Press, United Press International (UPI), Reuters, Hearst Newspapers, Scripps Howard und vielen anderen. Diese haben für finanzielle Belohnung Arbeit für den US-Geheimdienst geleistet.

Heute hat sich da nicht viel geändert. Darüber schreibt auch Udo Ulfkotte in seinem Buch "Gekaufte Journalisten". "Sie sind geschmiert worden, aber sie sind sehr stark verfangen in proamerikanischen transatlantischen Netzwerken, die zum Teil auch mit der CIA zusammenarbeiten", so der Autor [Interview mit Europa Objektiv]. Und genau deshalb werden immer wieder Informationen ignoriert, die in die Agenda der US-Regierung einfach nicht passen. Genau deshalb sieht man während der Ukraine-Krise auch in den deutschen Medien niemals absolut offensichtliche Sachen, wie z.B. einen offiziellen OSZE-Bericht, der gewalttätige Artilleriebeschüsse der ukrainischen Armee gegen die selbsternannte Regierung in Donezk bestätigt.

Aber nicht nur Informationen werden blockiert. Genauso wie Daten, die nicht in die Agenda der US-Politik passen, werden auch unpassende Personen blockiert. So wollte das Auswärtige Amt Polens vor kurzem einem Journalisten der russischen Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya seine Aufenthaltsgenehmigung entziehen. Und auch Vertreter anderer internationaler Medien erzählen ähnliche Geschichten. All das weist darauf hin, dass der amerikanische Staat auch heute wesentlichen Einfluss auf die wichtigsten Medien in vielen Ländern hat, und diesen Einfluss auch mächtig ausnutzt.

Fortsetzung…


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