27 Juni 2016 0

Griechische Fischer: Man entfernte die Organe von Flüchtlingen in der Türkei, die Leichen wurden ins Wasser geworfen. TEIL 3

Von Daria Aslamowa

Quelle: KP.RU 

„Es gab auch die echten, edelmütigen Freiwilligen“, merkte Filippa. „Sie haben alles ausgegeben, sie haben 24 Stunden lang gearbeitet, drei Stunden geschlafen. Und sie haben NIE Selfie gemacht. Einigen sind bankrott gegangen. Sie hatten gar kein Geld nach mehreren Monaten der Arbeit, um zurück nach Hause zu kommen. Wir sammelten das Geld für ihre Tickets.“ 

Foto: © kp. ru

„Mehr als 120 NRO sind nach Lesbos gekommen und nur 10 von ihnen haben wirklich gearbeitet,“ - erzählt Erik. „Stellen Sie sich mein Wut vor: einmal am Morgen bin ich zum Ufer gekommen und sah, wie unbekannte Leute die Aufkleber und Flaggen von UN auf die Zelten klebten, die wir früher mit unseren neuen Freunden gestellt hatten? Dann stellte es sich heraus, dass der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge auf die Insel ankommt. Ich habe gefragt: Ist das Ihre Zelten? Haben Sie dafür bezahlt? - Nein, verstehen Sie aber, der UN-Hochkommissar… - Wir haben alle Aufkleber und Flaggen abgerissen. Nachdem Besuch schickte schließlich die UN Decken für die Flüchtlinge mit einer großen Plastik-Werbung darauf. Der Plastik rauschte zu laut und ließ die Leute nicht schlafen. Sie haben versucht die Werbung abzureißen, aber haben nur die Decken zerrissen.

Es gibt viele Organisationen, die machen alles ausgenommen eine Wohlfahrt. Z.B. das amerikanische International Rescue Committee (IRC) –  O, sie sind die echte Creme des Spionagedienstes! Mit solchen Sponsoren… Henry Kissinger, Kondlissa Reis, Colin Powell, Kofi Annan, Madeleine Albright. Die Organisation beschäftigt sich sehr aktiv mit der Spionage, aber nicht mit der Rettung von Menschen, jedenfalls nicht hier. Ihre Chefin ist auch zu mir nach Hause gekommen und hat erzählt, wie ihre Mitarbeiter die Menschen in der Afrika retten. Ich habe sie gefragt: „Haben Sie alles gesagt? – Ja. – Das ist doch eine Rinderscheiße. – Wie wagen Sie so zu sagen? – Sie sind hier in meinem Haus, Sie trinken meinen Kaffee, Sie sind zu mir angekommen, nicht ich. Sie stellen die Leute mit schwarzen Herzen an. Diese Leute eignen nicht für diese Arbeit. Ich kann mir nicht vorstellen, was sie hier machen. Ich habe gehört, dass IRC Problemen auch in der Ukraine hatte.“

(Das Ministerium für Nationale Sicherheit von Donezker Repulik hat die Vertreter vom IRC wegen einer Spionage ausgewiesen. Sie wurden beschuldigt, dass während sie an der Frontlinie gearbeitet haben, haben sie die Angaben über die Anzahl der Truppen in der Volksmiliz gesammelt. Das erste, was verdächtig für die Donezker Sicherheitsdienst war: IRC hat keine Ärzte mitgebracht, nur „die Psychologen“; sie haben „Seminaren“ und „Treffen“ organisiert, Passdaten von Einwohner gesammelt und Fragebogen ausgefüllt. Nachdem Sicherheitsdienst ein Mittel zum Abhören im Büro von IRC gefunden hat, wurden diese „Missionare“ ausgewiesen.)

„Erik, haben Sie keine Angst wegen Ihrer Entlarvungen im Internet?“

„Ich bekomme jeden Tag die Drohungen der Abrechnung mit mit und mit meiner Familie. Vor solchen Menschen fürchte ich nicht. Der Hund, der bellt, beißt nie. Gefährlicher sind diejenigen, die schweigen. Ein Chef den «Wohlfahrtsorganisationen» hat mir einmal gesagt, dass er mein Problem „löst“. Das bedeutet, löst „MICH“ als Problem.“ Sie sollen es mal versuchen…»

Aber die größte Schlauköpfe sind die “Ärzte ohne Grenzen”.

Foto: © KP.RU 

„Geben Sie kein Dollar zu ihnen!“

Das war an der griechisch-mazedonischen Grenze, die voll und ganz für die Flüchtlinge geschlossen war. Zehntausend Menschen saßen auf den Gleise in kleinen Zelten. Viele von ihnen haben das Interesse zur Realität verloren. Das Leben hat für sie gestoppt.

Eine Freiwillige aus London, Araberin nach der Herkunft, zeigte mir eine große Familie, wo alle schluchzten und rissen die Haare. Wie ich aus einer schlechten Übersetzung verstanden habe, starben zwei kleine Kinder in dieser Familie im Laufe einer Woche und keiner wußte, wo sie gebracht wurden.

Ich bin zur Zelt von den „Ärzten ohne Grenzen“ gegangen. Von dort ist eine aggressive Frau herausgekommen und fragte, was ich will. Ich habe mich vorgestellt und meinen Presseausweis gezeigt. Sie hat mich gleich losgeworden und schickte mich zu einem Wohnmobil. Ich habe geklopft, man hat die Tür einen Spaltbreit geöffnet, und ich wurde verdächtig gefragt, was ich will. Ich erklärte, dass ich eine Journalistin bin, und mich die üblichen Fragen interessieren: wieviel Kranken sind im Lager, wie sind die sanitären Bedingungen hier, wieviel Menschen sind gestorben. „Haben Sie eine Genehmigung für dieses Gespräch?“ - wurde ich durch den Spalt gefragt. „Und warum soll ich das haben? Haben Sie irgendwelche Geheimnisse? - Ich habe die Tür gedrängt. - Hier ist mein Ausweis, und hier ist geschrieben, dass alle staatliche und gesellschaftliche Organisationen mich unterstützen müssen. Können Sie auf die einfache Fragen antworten? Sind Sie eigentlich ein Doktor?“ – «Nein, ich bin ein Verwalter». Nach einem langen Telefongespräch mit einem unsichtbaren Chef hat der junge Mann gesagt, dass ich meine E-Mail-Adresse und mein Telefonnummer lassen kann, man wird mit mir in Verbindung setzten. (Das hat man bis heute nicht gemacht!). Es war heiß, über 40. Ich bat um Wasser. „Wir haben kein Wasser“, - antwortete er grob, dabei stand eine Verpackung mit Flaschen Wasser auf dem Tisch.

Die nächste Begegnung mit den «Ärzten ohne Grenzen» fand auf der Insel Lesbos statt, - im Lager für Flüchtlingskinder, die ihre Eltern verloren haben. Die Kinder habe ich aber nicht gesehen. Keine! Dieses Mal traf ich ein freundliches Mädchen (aus den „Ärzte ohne Grenzen“), die mit Traurigkeit bemerkt hat, dass ich die Kinder ohne Genehmigung der Verwaltung nicht sehen kann. Arme Kinder sind ja so leicht zu verletzen! – «Ok, aber können Sie mir antworten, wievielt Kinder gibt es hier und woher kommen sie? – Das kann ich auch nicht. Das ist eine vertrauliche Information. – Warum? Haben Sie die Kinder gekauft? Das sind doch nicht Ihre Kinder! Sie sind eine gesellschaftliche Organisation, und ich bin ein Journalist! Und die Menschen haben das Recht zu wissen, was es in ihrem Lager mit den Kindern passiert. - Manchmal organisieren wir Touren für Journalisten, - sagte sie entschuldigend. - Lassen sie ihre Telefonnummer, wir setzten mit Ihnen in Verbindung»…

Täuschung, Betrug, riesige Spenden, gehend unbekannt. Das wäre nur halb so schlimm. Hinter den «Ärzten ohne Grenzen» erstreckt sich eine verdächtige Spur.

Wer sind Sie, Doktor Kouchner?

Die westlichen Medien nennen ihn „Doktor Propaganda“, die serbischen Medien – „Doktor Mengele“. Bernard Kouchner, ein französischer Doktor, der Gründer von den „Ärzten ohne Grenzen“, ex-Außenminister Frankreichs (2007-2010).

Früher hat er an mehreren humanitären Missionen teilgenommen und war der erste, der erkannt hat, dass man diese Organisationen für politische Zwecke verwenden kann. Kouchner hat die Beziehungen mit dem «Roten Kreuz» für eine «neutrale», sogar «amoralische Einstellung» dieser Organisation abgebrochen und in Jahr 1971 eine neue Organisation - die «Ärzte ohne Grenzen» - gegründet.

Wo ist der Unterschied? „Rotes Kreuz“ muss wegen der Arbeit in einer Kampfzone an beiden Seiten apolitisch sein: „Wir behandeln alle, weil es unsere ärztliche Pflicht ist, wir teilen nicht die Menschen nach ihren politischen Ansichten“. Kouchner hat auf «mehr moralischer» ärztlicher Einstellung bestanden: bei jedem Konflikt gibt es “die Mörder” und “die Opfer”, “die unseren guten” und “die bösen fremden”. Das hat alles vom Kopf auf die Beine umgedreht, sogar den Eid des Hippokrates. Aber das hat den westlichen Politiker gefallen. Jetzt konnte man ungestraft einen Putsch in jedem Land  organisieren und die humanitären Organisationen dorthin schicken. Dann berichteten die Leiter dieser Organisationen über die «zahlreichen Opfer» unter der Opposition, und sogar über den «Völkermord» einer Minderheit. Die größten Medien veröffentlichten die schrecklichen Bilder, und die Politiker erklärten, dass sie den nächsten «verrückten Diktator» stoppen müssen.

Kouchners Sternstunde kam im Jahr 1993. Zu diesem Zeitpunkt verließ er schon die “Ärzte ohne Grenzen” mit Skandal und schaffte eine neue Organisation die „Ärzte der Welt“. Diese neue Organisation hat über 2 Millionen Dollar auf die Kampagne gegen Slobodan Milosevic ausgegeben (Es ist aber interessant, wer diese 2 Millionen Dollar gegeben hat?). Das war eine merkwürdige Arbeit für die Ärzte: Milosevic  wurde mit Hitler verglichen, die Lager für Kriegsgefangene von bosnischen Serben – mit Konzentrationslager von Nazisten. Sogar Alija Izetbegovic, der erste Präsident von Bosnien und Herzegowina und der Erzfeind von bosnischen Serben, erkannte auf Sterbebett, dass seine Erklärung falsch war: Vernichtungslager gab es nicht, trotz die Bedingungen für die Kriegsgefangene waren wirklich schrecklich.

Dämonisierung von Serben führte zur Luftangriffe der Nato auf die bosnischen Serben im 1995. Im 1999 wurde Kouchners Doktrin über die „humanitäre Intervention“ eingesetzt; NATO zerstörte blühendes Jugoslawien und schaffte einen gangsterhaften Quasi-Staat „Kosovo“, hat den legitimen Präsidenten des Serbiens Slobodan Milosevic im Gefängnis im Haag eingesperrt, wo er unter sehr verdächtigen Umständen starb.

Seit 1999 leitete Bernard Kouchner  die UN-Mission in den besetzten Kosovo. Dann folgen die kriminellen Taten: die Entführungen von Serben, Zigeuner und „falschen“ Albaner, die gegen den Prämier-Minister von Kosovo Hashim Taci waren. Die Organe von Opfer wurden entnommen, die Herzen und die Nieren wurden nach Europa, Türkei und Israel transportiert. Und wieder der Zeitfaktor: die Organe muss man in wenigen Stunden - mit einem Flugzeug - transportieren. Wer hat eine Erlaubnis für solche Flüge gegeben? Jede Ladung wird von einem Zollamt fixiert und geprüft. Und wie konnte der gute Doktor Kouchner davon nichts wissen, wenn er in Realität ein Diktator von Kosovo war? Der Anwalt des Haager Tribunals Carla del Ponte beschäftigte sich mit einer Untersuchung, später wurde sie von der Verfahren entfernt und nach Argentinien als Botschafter geschickt. In ihrem Buch „Die Jagd: ich und die Kriegsverbrecher“ beschuldigte del Ponte den Kouchner und die UN-Beamte, dass sie ihrer Untersuchung immer gestört haben. 

Und jetzt raten Sie mal, wer im 2015 als Berater der Reformen im ukrainischen Gesundheitssystem von der Seite der internationalen Öffentlichkeit ernannt wurde? Natürlich der gute Doktor Kouchner, der ein Mitglied der Agentur für Modernisierung der Ukraine wurde. Es bleibt zu hoffen, dass die Gerüchte über die Organentnahme bei den verwundeten ukrainischen Soldaten nur Gerüchte sind.

Keine Zeugen lassen

12 Tausend der offiziell registrierten Flüchtlingskinder, die verschwunden sind. Syrer, die ihre Nieren verkaufen, um über das Meer durchzuschiffen. Heimliche Bordelle, wo man die Kinder der unbekannten Herkunft findet. Die kaltblutigen Ärzte-Killer, Krankenhäuser, wo man die illegalen Operationen macht. Die berühmte Wohlfahrtsorganisationen mit einem schneeweißen Ruf, dank denen es möglich ist, die Organe überall in der Welt zu liefern. Und keine Zeugen. Sie sind alle tot.

Philippa Kempson, eine Engländerin mit edlem Herzen von der Insel Lesbos, schaut traurig aufs Meer, wo ein nächstes Schiff mit Flüchtlingen erscheinen kann. „Großbritannien hat erklärt, dass es die vermisste Kinder nicht suchen wird, weil sie nicht die britischen Bürger sind. Ich schäme mich für mein Land. Mit solcher Erklärung geben die Behörden ein grünes Licht für alle Schmuggler und Organhändler“.

Ich höre das Meeresrauschen, und meine Augen werden feucht. Wo seid Ihr, Kinderchen? Die Menschen haben auf euch verzichtet. Wer hilft euch, außer Gott?

P.S. Ein Flüchtlingsstrom ist eine Folgerung der sinnlosen und destruktiven US-Politik im Nahost. Im 2006 wurde ISIS als ein ungeheures Projekt vom US-Außenministerium und CIA geschafft. Nach den mehreren Operationen im Irak sind die ISIS-Truppen nach Syrien gekommen, um dann gegen Asad zu kriegen. Parallel unterstützte das US-Außenministerium die bewaffnete Opposition in Syrien. Die westlichen Medien haben nicht Asad geglaubt, als er sagte, dass gegen ihn in Syrien eine internationale terroristische Armee kämpft. 


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