01 Dezember 2014 0

Gegen Flüchtlinge: Das Ergebnis der fehlgeschlagenen Migrationspolitik

Andreas Kahl | Europa Objektiv

Die Protestwelle gegen Flüchtlingsheime in Berlin, Dresden, München, Hamburg und anderen Städten hat wichtige Probleme gezeigt, die seit langer Zeit unter den Teppich gekehrt wurden. Einige sprechen zwar von banalen rassistischen Bestrebungen bei diesen Aktionen, doch wie es aussieht, ist es eher ein Ergebnis der gescheiterten deutschen Migrationspolitik.

Foto: © Flickr/Uwe Kiksch

Die friedlichen Demonstranten selbst distanzieren sich von Neonazis und erklären, sie seien eine bürgerliche Bewegung. Sie seien auch nicht gegen den Islam, sondern nur gegen radikalen Islamismus. Dennoch nehmen an den Aktionen zahlreiche Rechtsradikale teil. Ob das ein Zufall ist?

Was also als friedlicher Protest gegen Asylheime begann, wird immer öfter mit rechten Aufmärschen assoziiert. Nichts ungewöhnliches eigentlich, denn die Grenze zwischen Fremdenangst und Fremdenhass kann manchmal sehr unklar sein. Und selbstverständlich nutzen das die Nazis aus und suchen Verständnis und Unterstützung unter anderen Bürgern. Aber man sollte die Demonstranten eindeutig trennen. Schließlich haben sie auch verschiedene Slogans. Diejenigen, auf deren Bannern "Wir haben nichts gegen Flüchtlinge, aber bitte nicht bei uns!" steht, wollen nichts gemeinsam mit denjenigen haben, die rechte Parolen ausschreien. Die gewaltigen Nazi-Demos sind ganze andere Bewegungen.

Ein Lieblingsthema von Kanzlerin Merkel ist auf jeden Fall die Integration von Einwanderern. Aber obwohl die Bundesregierung seit vielen Jahren eine klare Pro-Migrationspolitik führt, heißt das nicht automatisch, dass das Volk sofort seine Türen aufmacht und liebevoll jeden Fremden aufnimmt. Generell haben die Menschen zwar nichts gegen Flüchtlinge, aber unbedingt in ihrer Nachbarschaft und unmittelbarer Nähe wollen nicht alle sofort ein Stück fremde Welt und Kultur in Form von einem Asylheim sehen. Und dies ist auf keinen Fall rassistisch, auch wenn die Regierung uns das einredet, um nur mal wieder ihre fehlgeschlagene Politik zu rechtfertigen. Und auch wenn an Demonstrationen von friedlichen Bürgern Nazis teilnehmen, heißt das auch nicht sofort, dass die bürgerliche Bewegung, mit der die Proteste angefangen haben, rassistische Ideologie unterstützt. Dennoch lieben die Medien Stempel, die ihnen und der Staatsmacht besonders gut passen. Und Analyse ist heute leider nur unbeliebt unter den Journalisten der führenden Fernsehsender und Zeitungen.

Derzeit leben rund acht Millionen Ausländer in Deutschland, was ungefähr einem Zehntel der ganzen Landesbevölkerung entspricht. Mit Flüchtlingsheimen wird diese Zahl nur wachsen. Klar, dass einige Bürger langsam Angst bekommen, denn die Botschaft ist klar: Deutschland beginnt seine Identität zu verlieren. Zwar sind die Migrationsprobleme noch nicht so gewaltig, wie in Frankreich, dennoch treten sie eindeutig hervor, und das einfach ignorieren und all diejenigen, die eine Meinung dazu haben, als Nazis abzustempeln – das ist wohl eine Farce.

Schon zu Beginn der friedlichen Protestaktionen gab es von den Bürgern klare Erklärungen, warum sie auf der Straße sind. Sie haben Angst, eine Angst,die für jeden normalen Menschen natürlich ist. Angst vor steigender Kriminalität und Angst vor fremden Werten in ihrer Umgebung. Immer mehr fürchten die Menschen auch die Islamisierung. Denn viele begreifen langsam, dass die deutsche Demokratie immer weniger auf der Seite der deutschen Bürger steht. Im Land werden prachtvolle Moscheen gebaut, und Islamisten erhalten immer mehr Rechte. Und finanziert wird die komplette Eingliederung einer fremden Kultur in die deutsche Gesellschaft durch Steuergelder von deutschen Staatsbürgern. Zweifellos ist Rassismus unmenschlich. Aber man sollte endlich lernen zu unterscheiden, bevor man unzufriedene, aber gesetzestreue Bürger sofort mit Neonazis gleichstellt und somit der vom Staat geförderten Kulturwandelung freie Bahn gibt. Denn schließlich will wohl kein normaler Mensch morgen als Fremder im eigenen Staat aufwachen. In einem europäischen Land, wo es schon bald Deutschenfeindlichkeit geben könnte.


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