03 Dezember 2014 0

Italienischer Politiker: Handelskrieg mit Russland führt EU ins Chaos

Foto: © wikimedia.org/Fabio Visconti

Dem italienischen Oppositionspolitiker Matteo Salvini zufolge gibt es keine Gerechtigkeit und Sicherheit mehr im Raum der Europäischen Union, und zwar "für niemanden". Das sagte der Anführer der Partei Lega Nord in seiner Rede bei einer Tagung der französischen Front National.

Der Politiker ist überzeugt, dass Europa dringend Reformen brauche. Heute werden die Interessen einzelner Völker völlig ignoriert, um "großen Interessen" zu dienen, so Salvini. Als Beispiel erinnert er an die Situation mit Russland. Laut Salvini führt die EU eine absolut unvernünftige Politik in Bezug auf Moskau. Diese diene nicht den Interessen der europäischen Bürger, so der Politiker.

"Firmen, Unternehmer und Arbeiter – der Stolz der Industrien Frankreichs und Italiens – verkünden eindeutig, dass der Handelskrieg gegen Russland nicht nur keine politischen Vorteile bringen wird, sondern unseren Unternehmen nur schaden", zitiert Matteo Salvini eine italienische Zeitung.

Dabei sprach er auch darüber, wie schädlich eine einheitliche europäische Währung sei. So konnte seiner Meinung nach Italien ohne eigene nationale Währung nicht rechtzeitig auf die Rezession reagieren. Dabei müsse das Land Gehälter und Sozialleistungen reduzieren, um konkurrenzfähig zu bleiben. Dies bringe aber überhaupt keine Ergebnisse, betont der Oppositionspolitiker.

Zum Schluss seiner Rede unterstrich Salvini, wie wichtig es sei, dass die europäischen Völker sich vereinigen, aber nicht im Format der Europäischen Union, sondern in Form von einzelnen Staaten, die zugunsten eines erfolgreichen Europas und jedes einzelnen Volkes miteinander zusammenarbeiten.


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