18 August 2015 0

Ukraine: Angst vor einer neuerlichen Eskalation der Gewalt

Quelle: pressejournalismus.com

In der Ostukraine sind die Kämpfe wieder aufgeflammt. Anhand der zunehmenden Kämpfe wächst nun die Furcht vor einer neuerlichen Eskalation der Gewalt. Die schwersten Auseinandersetzungen seit dem Minsk II Abkommen soll es letzte Woche gegeben haben.

Foto: © commons.wikimedia.org/OSCE Special Monitoring Mission to Ukraine

Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow, soll die ukrainische Regierung gegen das Waffenstillstandsabkommen von Minsk zu verstoßen.

Die momentane Situation erinnert an frühere Vorbereitungen für Militäraktionen, etwa im August vergangenen Jahres, als ukrainische Soldaten einen Angriffsbefehl erhalten hätten. „Man sollte nicht herumprobieren und sein Glück versuchen, sondern einfach nur die Minsker Vereinbarungen einhalten“, sagte Lawrow in Moskau.

Der deutsche Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am vergangenen Wochenende von einer explosiven Lage gesprochen. „Wenn sich jetzt nicht beide Konfliktparteien auf den Friedensprozess besinnen, können wir jederzeit in eine neue militärische Eskalationsspirale geraten“, warnte er in der „Bild am Sonntag“.

Martin Schäfer, der Sprecher von Steinmeier, sagte am 17. August 2015: „die Schlacht der Worte eskaliere ebenso wie die militärische Gewalt. Alle Konfliktparteien müssten die Waffenstillstandsvereinbarung umsetzen.“

Denis Puschilin, Chefunterhändler der Donezker Volksrepublik, warnt laut der Donezker Nachrichtenagentur DAN eindringlich vor einem echten Krieg: „Einen derart massiven Beschuss hat die Donezker Volksrepublik seit Langem nicht mehr erlebt.“ (…) Ich rufe die Spitzenpolitiker des Normandie-Formats auf, sich unverzüglich einzumischen, um einen echten Krieg zu verhindern.“ 


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