26 April 2016 0

Kiew: Maidan-Kommandant wird Parlamentssprecher

Quelle: www.schweizmagazin.ch

Der ehemalige Kommandant der Aufstände auf dem Maidan in Kiew ist der neue Sprecher des ukranischen Parlaments.

Foto: © commons.wikimedia.org/ВО «Свобода»

Der neue Sprecher des ukrainischen Parlaments heisst Andrij Parubij. Er ist ein langjähriger Neonazi-Aktivist und einer der Gründer der nationalsozialistischen Partei der Ukraine. Die Partei wurde später in „Swoboda“ umbenannt und stellte die meisten brutalen Schläger auf dem Maidan.

Parubiy spielte eine bedeutende Rolle beim Staatsstreich als Kommandant des „Euromaidan“, wo er und andere Neofaschisten kräftig beim Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten Viktor Janukowitsch mithalfen. Der ehemalige Chef des ukrainischen Sicherheitsdienstes, Generalmajor Jakimenko, erklärte dazu einmal in einem Interview: „Auf jeden Fall kamen die Mörder aus der Bleibe des Maidan-Kommandanten Parubij. Er hat nicht nach „Alpha“ (Spezialkommando) gerufen für den Kampf gegen die Scharfschützen. Ich war bereit das zu tun. Aber, um auf den Maidan zu gehen, brauchte ich die Koordination mit Parubij. Sonst hätten mir die Selbstverteidigungskräfte vom Maidan in den Rücken geschossen. Parubij gab mir diese Erlaubnis nicht. Nichts wurde auf Maidan gebracht ohne seine Erlaubnis. Keine Pistole, kein Gewehr, auch nicht mit optischer Zielvorrichtung", so Jakimenko."

Der ukrainische Präsidentendarsteller Petro Poroschenko brachte Parubiy in die Regierung als Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, wo Parubiy die brutale Kampagne gegen die Separatisten im Osten der Ukraine beaufsichtigte. Dann übernahm er die Leitung der Arbeitsgruppe Ukraine-NATO.


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