29 Juni 2016 0

"Ambivalent" - Yanis Varoufakis & Noam Chomsky über das bedingungslose Grundeinkommen

Quelle: deutsch.rt.com 
Yanis Varoufakis und Noam Chomsky über das ihrer Ansicht nach ambivalente Konzept eines bedingungslosen Grundeinkommens.
 

Foto: © Flickr/jeanbaptisteparis

Yanis Varoufakis über die Zukunft der Menschheit und der Vergleich zu Sciencefiction-Filmen:

Wir bewegen uns auf eine Sciencefiction Welt zu, die bald nicht mehr Sciencefiction sein wird. Doch vergessen Sie nicht, dass es in der Sciencefiction zwei Möglichkeiten gibt.

Die erste ist eine Star-Trek Gesellschaft, wo alle gleich sind und von der Technologie profitieren. Wir müssen nicht mehr arbeiten. Es gibt ein Loch in der Wand, das einem alles spendet, was man möchte. Niemand wird ausgebeutet, niemand müsste dafür arbeiten, die Maschinen übernehmen das für uns. Die Maschinerie, die Technologie ist ein Diener der Menschheit. Wir können uns setzen, das Universum erkunden und philosophische Diskussionen über den Sinn des Lebens führen, was wunderbar ist, nicht wahr? Das ist ein gutes Szenario.

Doch dann gibt es da noch das Matrix-Szenario, wo die Werkzeuge, die wir geschaffen haben, uns versklaven. Und wir sind in einer Illusion von Freiheit gefangen, anstatt wirkliche Freiheit zu haben. Ob wir als Folge technologischer Innovationen auf ein Star-Trek oder Matrix Szenario zusteuern, ist eine Folge von Politik. Und wenn diese nicht demokratisch ist, wird es eine Matrix-Welt.

Noam Chomsky über die Herkunft des bedingungslosen Grundeinkommens:

Es ist ein interessantes Konzept. Es kommt ursprünglich aus der rechten Ecke. Milton Friedman hat es beispielsweise vorgeschlagen. Aus seiner Sicht war es Teil des Bemühens, Maßnahmen des Wohlfahrtstaats zu untergraben. Aber es muss keine reaktionäre Komponente beinhalten. Es kann auch als progressive Maßnahme interpretiert werden, denn Menschen haben Rechte.



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